In den letzten Monaten war in den Medien immer wieder vom Schweinegrippe-Virus, dem H1N1-Erreger, die Rede. Doch kaum jemand weiß, was es mit der Schweinegrippe tatsächlich auf sich hat.
Die Symptome ähneln denen einer gewöhnlichen Influenza bei Menschen. Die Symptome sind demnach Schnupfen und Fieber zusammen mit Husten, Halsschmerzen und Müdigkeit. In einigen Fällen traten bis jetzt auch Erbrechen und Durchfall auf.
Man sollte unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Dieser sollte jedoch bereits im Vorfeld darüber informiert werden, dass (Schweine-)Grippe-Verdacht besteht, damit sich das Praxispersonal darauf einstellen und andere Patienten vor einer Ansteckung schützen kann. Der Arzt wird nun einen Rachen- oder Nasenabstrich an das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Influenza am Robert-Koch-Institut in Abstimmung mit dem lokalen Gesundheitsamt schicken. Hinsichtlich der Schweinegrippe Diagnose, kann der Schweinegrippe-Erreger, wenn vorhanden, nachgewiesen werden. Ferner wird dem Gesundheitsamt namentlich die Person, bei der Verdacht auf eine Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus besteht, genannt.
In jedem Fall werden Personen mit Verdacht auf die neue Schweinegrippe isoliert, wobei das Gesundheitsamt bei nicht stationär behandelten Personen die Isolierungsmaßnahmen festlegt. Bei stationärer Behandlung erfolgt die Isolierung gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.
Unabhängig davon, ob der Befund für H1N1 positiv oder negativ ist, erfolgt bereits vor oder kurz nach der Abstrichnahme eine antivirale Therapie. Während der Therapie, die zunächst 5 Tage dauert, kommen die Medikamente Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) oder Relenza (Wirkstoff Zanimivir) zum Einsatz. Über die weitere Behandlung entscheidet der jeweils behandelnde Arzt.
Bei der Schweinegrippe Diagnose ist eine Impfung gegen das humane Influenzavirus bietet nach neuesten Erkenntnissen keinen zusätzlichen Schutz vor der Schweinegrippe. An einem speziell für das H1N1-Virus geeigneten Impfstoff wird gearbeitet; dieser wird dann in einigen Monaten zur Verfügung stehen, wobei zunächst Risikogruppen sowie Ärzte und Pflegepersonal damit versorgt werden müssen.
Abschließend sei gesagt, dass im Bezug auf die Schweinegrippe kein Grund zur Panik besteht. Der Verlauf der Krankheit bei erkrankten Personen war bis jetzt hierzulande immer sehr mild und entsprach dem einer gewöhnlichen Influenza. Vorbeugend kann und sollte man wie bei der „normalen" Grippe den Kontakt zu erkrankten Personen meiden, auf Hygiene, insbesondere gründliches Händewaschen, achten sowie das körpereigene Immunsystem durch Bewegung und eine gesunde Ernährung und Lebensweise stärken.