In allen Nachrichtensendungen wurde darüber berichtet, dass in Schottland eine junge Frau an der Schweinegrippe gestorben ist. Sie war im 7. Monat schwanger und hatte sich mit dem Virus angesteckt. Das Kind kam als Frühgeburt zur Welt und die Mutter starb darauf hin. Das Kind hatte sich aber nicht angesteckt.
Der Schrecken war groß und jeder fragte sich, ob es generell auch Schwangere betrifft, die sich eher mit dem Schweinegrippevirus in der Schwangerschaft anstecken oder nicht. Mediziner wollen sich hierzu noch nicht endgültig einigen. Die Influenza ist nicht erst seit der aufkommenden Schweinegrippe eine Gefahr. Selbst die normale Grippe ist für Schwangere gefährlicher als eine normale Erkältung. Schwangere Frauen sind im Allgemeinen anfälliger für Krankheiten und Infekte, da durch die Schwangerschaft der Körper zusätzlich belastet wird. Daher wird empfohlen, dass die schwangeren Frauen sich besonders gründlich an die Hygienemaßnamen halten sollten.
Regelmäßiges Händewaschen und eventuell auch desinfizieren ist hierbei besonders wichtig. Größere Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Außerdem ist eine vitaminreiche Ernährung in Zeiten der Schweinegrippegefahr in der Schwangerschaft besonders wichtig. Sollte sich eine schwangere Frau mit der Schweinegrippe infiziert haben oder erste Anzeichen eines grippalen Infektes bemerken, sollte sie so schnell wie möglich ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird dann entscheiden, mit welchen Medikamenten die Schwangere behandelt wird.
Zum Einsatz kommt in den meisten Fällen das Grippemittel Tamiflu. Es birgt die geringsten Nebenwirkungen für die schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind. Nebenwirkungen gibt es bei fast jedem Medikament. Das Risiko bei schwangeren Frauen ist aber dennoch kalkulierbar. Das Medikament Tamiflu gibt nur wenig Wirkstoff in die Muttermilch ab, so dass es auch während der Stillzeit eingenommen werden kann. Ungünstig ist natürlich bei der Infizierung mit Schweinegrippe in der Schwangerschaft, das hohe Fieber. Das schwächt den Körper zusätzlich. Außerdem verliert der Körper dadurch wichtige Mineralstoffe und Flüssigkeit.
Hier sollte schnellst möglich ein fiebersenkendes Mittel zur Anwendung kommen, da sonst durch die Überwärmung des Körpers das ungeborene Kind nicht mehr ausreichend versorgt wird und es zu einer Gefahr einer Frühgeburt kommen kann. In nächster Zeit soll ein Impfstoff gegen die Schweinegrippe auf den Markt kommen. Hiermit können sich werdende Mütter ohne hohes Risiko impfen lassen, da es sich um einen Todimpfstoff handelt, der weniger Nebenwirkungen mit sich bringt als Lebendimpfstoff. Die werdenden Mütter sollten sich daher nicht allzu viele Sorgen machen, da das Schweinegrippevirus im Moment nicht gefährlicher ist als der normale Grippevirus. Außerdem ist nicht mit Sicherheit bewiesen, dass das Virus nun für Schwangere besonders gefährlich ist.