Die Schweinegrippe wurde erstmalig im April 2009 bei zwei Patienten in den USA fest gestellt. Bei der Schweinegrippe handelt es sich um eine neuartige Variante von Grippeviren, die sich aus zwei verschiedenen Schweineinfluenza-Viren heraus gebildet hat. Das so genannte A/H1/N1-Virus wurde erstmalig im April 2009 bei zwei Patienten in den USA festgestellt. Durch den moderne Flugverkehr verbreitete sich das Virus schließlich weltweit.
Wie bei Grippeerkrankungen allgemein üblich, kam es auch durch die Schweinegrippe zu einigen Todesfällen. Der frühzeitige Einsatz des Medikaments Tamiflu, hätte diese tödlichen Krankheitsverläufe verhindern können. Tamiflu stoppt gezielt die Vermehrung der Viren im Körper.
Tamiflu muss jedoch innerhalb der ersten 36 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden um seine Wirkung zu entfalten.
Die Symptome der Schweinegrippe unterscheiden sich nicht von denen einer gewöhnlichen Grippe. Die Grippeerkrankung tritt nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden oder Tagen, ganz plötzlich ein. Der Patient verspürt schlagartig ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Hohes Fieber bis 40 Grad geht mit Schüttelfrost einher. Starke Kopf- und Gliederschmerzen sind typische Symptome der ersten Tage.
Zu diesem Zeitpunkt kann Tamiflu die Erkrankung noch im Keim ersticken. Daher ist es ratsam, bei Verdachtsmomenten sofort einen Arzt aufzusuchen.
Im weitere Verlauf kann es zu trockenem Husten, verstopfter Nase und Erbrechen kommen. Von Komplikationen sind vor allem Menschen mit Vorerkrankungen betroffen.
In Deutschland ist durch die Rückkehr infizierter Urlauber, mit einem massiven Anstieg der Schweinegrippe-Erkrankungen zu rechnen. Die Produktion von Tamiflu läuft beim Hersteller bereits auf Hochtouren und die Bundesländer sind angewiesen Tamiflu in großen Mengen einzulagern, um im Falle einer Epidemie, das Personal des Gesundheitswesen mit dem Medikament versorgen zu können.
Neben Tamiflu ist der schnell entwickelte Impfstoff gegen die Schweinegrippe, die beste Möglichkeit die Ausbreitung der Viren zu stoppen. Der Impfstoff wird jedoch wie Tamiflu nur einem Teil der Bevölkerung zur Verfügung stehen, da die Produktion nicht so schnell erfolgen kann.
Eine übergroße Angst vor der Schweinegrippe ist nicht begründet. Der Erreger ist nicht gefährlicher als die gewöhnliche Grippe. Wissenschaftler befürchten aber, dass sich beide Grippetypen zu einem gefährlichen neuen Typ vereinigen könnten. Dies ist aber nicht seriös voraus zu sagen.
Neben der Impfung und dem Medikament Tamiflu, bieten Händewaschen und Desinfektion von Alltagsgegenständen, noch immer einen guten Schutz vor der Infektion. Große Menschenansammlungen sollte man meiden und das Tragen eines Mundschutzes, wie man es häufig in asiatischen Ländern beobachten kann, ist im Ernstfall eine billige aber wirksame Schutzmaßnahme gegen die Schweinegrippe.