AIDS gehört zu den wenigen Erkrankungen die sich bei entsprechenden Schutzmaßnahmen in den meisten Fällen vermeiden lassen. Das HI-Virus wird über Blut und Sperma übertragen, daher sollte der Kontakt mit diesen Körperflüssigkeiten ausschließlich geschützt erfolgen. Jedes Jahr infizieren sich trotz Aufklärung und Anti-Aids-Kampagnen immer wieder Menschen beim Sex mit dem Virus, ein Umstand der sich durch die Verwendung von Kondomen vermeiden lassen würde. Grundsätzlich sollte beim Geschlechtsverkehr immer ein Kondom verwendet werden, auch wenn es sich bei dem Aktpartner um eine bekannte Person handelt, die sich selbst als völlig gesund bezeichnet.
Kurz nach der Entdeckung von AIDS bis in die neunziger Jahre war die Übertragung durch verseuchte Blutkonserven noch recht häufig. Durch medizinische Kontrollen ist dieses Risiko heute sehr minimal, daher ist bei Bluttransfusionen keine Vorsorge nötig. Gefährdet sind jedoch heroinabhängige Menschen die ihr Spritzbesteck untereinander austauschen. Auf diesem Wege ist die Ansteckung mit Aids recht schnell möglich, durch die Verwendung von frischen Spritzen kann die Ansteckung vermieden werden. Auch die Verletzung an einer solchen Spritze kann bereits eine Infektion mit sich bringen, Streetworker geraten beispielsweise immer wieder in die Gefahr, von einem Drogensüchtigen mit dem Spritzbesteck angegriffen und verletzt zu werden. In einem solchen Fall hilft zur Vermeidung von Aids nur eine Prophylaxe, die umgehend nach der Risikosituation eingeleitet werden muss.
Trotz Aufklärungskampagnen zum Thema AIDS ist das Wissen der Menschen über die Infektionswege erschreckend gering. Entgegen häufiger Annahmen ist Aids nicht durch Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Schweiß übertragbar, es ist daher beispielsweise kein Risiko, wenn eine gesunde Person mit einer kranken Person aus dem gleichen Glas trinkt. Auch die Toilette kann bedenkenlos mit aidskranken Menschen geteilt werden, Aids wird nicht über Urin oder Stuhl übertragen. Vermieden werden muss lediglich der Kontakt mit dem Blut oder dem Sperma der erkrankten Person.
Eine Ansteckung mit Aids kann nicht rückgängig gemacht werden, daher ist Vorbeugung bei dieser Krankheit die einzige Maßnahme zur Vermeidung. Besonders gefährdete Personengruppen sind Ärzte und Pflegepersonal, da sie immer wieder auch mit dem Blut von Aidskranken in Berührung kommen. Kommt es zu einem Risikokontakt kann nur noch die sofortige Einleitung der PEP-Prophylaxe die Ansteckung verhindern.