AIDS Wirkstoffe der Therapie

Die Krankheit AIDS ist bis heute nicht heilbar, kann aber mit entsprechenden Medikamenten über einen langen Zeitraum unterdrückt werden. Die Wirkstoffe der medikamentösen Therapie sind verschieden und werden individuell auf den Patienten abgestimmt. Die angewandte Therapie nennt sich in Fachkreisen HAART, hochaktive, antiretrovirale Therapie und sollte so schnell wie Möglich nach der Infektion begonnen werden. Das Ziel der medikamentösen Therapie liegt darin, dass die Vermehrung des HI-Virus im Blut des Betroffenen so gering wie möglich gehalten wird. Je niedriger die Viruslast des Patienten ist, umso besser fällt die Überlebensprognose aus.

Das HI-Virus benötigt zur Vermehrung die gesunden Zellen des Menschen. Die sogenannten Immunzellen dienen dem HI-Virus als Quelle für die lebensnotwendigen Bausteine, es findet eine Fusion zwischen gesunder Immunzelle und HI-Virus statt, die Zelle verkümmert und das Virus breitet sich weiter aus. Die Medikamente zur Unterdrückung der Aids Erkrankung werden genau hier eingesetzt, es ist in der Regel eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffgruppen notwendig, um die bestmögliche Unterdrückung zu erreichen.

Medikamententypen

Insgesamt gibt es sechs wirksame Medikamententypen, die einzeln oder als Kombination an Aids-Patienten verabreicht werden. Sogenannte NNRTIs Hemmer sind für die Bindung des Enzyms Transkriptase verantwortlich und sollen vor einer Verbreitung des HI-Virus schützen. Ähnlich ist die Wirkung der NRTIs, hier wird die Vermehrung des Enzyms Transkriptase unterdrückt, was zur Folge hat , dass sich auch die HI-Viren nicht vermehren können. Häufig eingesetzt werden auch Protease-Hemmer, sie sorgen dafür, dass bereits entwickelte HI-Virn unschädlich gemacht werden, indem das HIV-Protease Enzym blockiert wird. Ein recht neuer Therapieansatz ist die Gabe von sogenannten Fusionshemmern. Diese sollen verhindern, dass gesunde Zellen und Viren miteinander verschmelzen können. Um die bestmögliche Wirksamkeit der Fusions-Hemmer zu erreichen, müssen die Präparate direkt unter die Haut gespritzt werde.

Für den Schutz frischer Immunzellen werden CCR5-Antagonisten gegeben. Diese Medikamente sorgen dafür, dass HI-Viren keine Möglichkeit finden in neue, gesunde Zellen einzudringen und dise zu zerstören. Dieses Medikament ist nur wirksam, wenn es in Kombination mit anderen Präparaten gegeben wird. Auf dem Markt stehen zudem noch Integrase-Hemmer zur Verfügung, die ein wichtiges Enzym in den HI-Viren zerstören, so dass die Vermehrung nicht weiter möglich ist. Trotz einer guten Funktionsweise dieser Medikamente ist die dauerhafte Unterdrückung von Aids nicht möglich. Das HI-Virus wird mit der Zeit gegen die Wirkstoffe immunisiert und gewinnt im Blut des Betroffenen die Oberhand. Wenn die Medikamente keinen ausreichenden Schutz mehr bieten bricht AIDS aus und die Überlebensdauer des Patienten wird deutlich geringer.

 

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