Die Atypische Lungenentzündung (Pneumonie) wird anders als die reguläre Variante nicht von Bakterien, sondern von Viren oder Pilzen ausgelöst. Statistiken haben in der Vergangenheit belegt, dass die Atypische Lungenentzündung häufiger auftritt als eine bakterielle Form. Der Unterschied zur bakteriellen Lungenentzündung ist die Symptomatik. Während sich die bakterielle Form recht schnell bemerkbar macht, entwickelt sich die Atypische Lungenentzündung schleichend. Die Krankheit verläuft in aller Regel ohne hohes Fieber und wird daher nicht immer gleich erkannt.
Während bei einer bakteriellen Lungenentzündung die Lungenbläschen befallen sind, wird bei der atypischen Lungenentzündung das Lungengewebe angegriffen und geschädigt. Das Hauptsymptom der atypischen Lungenentzündung ist ein trockener Reizhusten, für viele Menschen nicht einmal ein Grund den Arzt aufzusuchen. Selbst wenn ein Mediziner konsultiert wurde, wird die Diagnose Atypische Lungenentzündung meist sehr spät gestellt. Das Problem bei der Diagnose sind die fehlenden Anzeichen beim Abhören und die mangelnden Entzündungsparameter im Blut.
Um die Diagnose Atypische Lungenentzündung stellen zu können, muss der Arzt ein Röntgenbild des Thorax veranlassen. Auf dem Bild ist die Schädigung des Lungengewebes zu erkennen, meist zeichen sich diffuse, dunkle Areale auf verschiedenen Bereichen der Lungenlappen ab. Die Patienten schildern dem Arzt meist nur normale Erkältungssymptome wie trockener Husten, Schwächegefühl und Gliederschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost tritt bei der Atypischen Lungenentzündung nur selten auf.
Behandelt wird die Atypische Lungenentzündung nach Symptomen. Ist ein Virus der Auslöser für die Erkrankung kommen sogenannte Virostatika als Medikament in Betracht, bei einem vorliegenden Pilz werden andere Medikamente verordnet. Je nach Gestaltung der Symptome werden zur Linderung Schmerzmittel, Hustenstiller und schleimlösende Präparate verordnet. Wird die Atypische Lungenentzündung rechtzeitig erkannt und behandelt, ist in den meisten Fällen eine komplette Genesung möglich. Eine Krankenhausbehandlung ist nur in seltenen Fällen notwendig, beispielsweise bei älteren Menschen oder Kindern.