Die Feigwarze ist eine häufig sexuell übertragbare Erkrankung. Feigwarzen treten bevorzugt im Genital- oder Afterbereich auf. Gefährdet sind vor allem junge Menschen. Die Feigwarze (lateinisch: Condylomata accuminata) ist eine zunächst millimetergroße, weißliche oder fleischfarbene gutartige Gewebewucherung. Die Übertragung der Feigwarzen erfolgt durch die Infektion mit humanen Papilloma-Viren (HPV). Die meisten Infektionen verlaufen ohne Beschwerden. Die Warzen treten frühestens zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung auf. Es können aber auch Monate vergehen, ehe im Genitalbereich Warzen erkennbar sind. Kleinere Hautverletzungen, Feuchtigkeit, eine geschwächte Immunabwehr erleichtern die Entstehung der Feigwarze.
Genitalwarzen befinden sich bei Männern oft am Penisschaft oder auf der Vorhaut. Bei Frauen finden sich Feigwarzen meist an den Schamlippen und Gebärmutterhals. Im Genitalbereich können Feig- oder Genitalwarzen zu Krebserkrankungen führen. Feigwarzen können auch an der Harnröhrenmündung, am After oder im Enddarm entstehen. Feigwarzen sind oft nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen, da sie sehr flach sein können.
Die Behandlung kann Monate dauern und sehr mühselig sein. In nahezu einem Drittel aller Fälle ist allerdings die Behandlung der Feigewarzen nicht erforderlich, da sie von selbst abheilen. Wichtig bei der Feigwarzenbehandlung ist, dass sich beide Partner behandeln lassen. Die Wahl der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Größe, Lokalisation oder vom Immunstatus des Patienten. Prinzipiell gibt es zwei Arten von Feigwarzen Behandlungen: Bekämpfung von Viren und Warzen oder die Entfernung der Warzen.
Einen 100%igen Schutz gegen HPV-Infektionen gibt es nicht. Aber durch die Verwendung eines Kondoms kann die Entstehung von Feigwarzen verhindert werden. Im Jahre 2007 wurde der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen um die Impfung gegen HPV für Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren erweitert. Sollten Feig- oder Genitalwarzen bei Kindern festgestellt werden, ist der sofortige Arztbesuch zu empfehlen. Bei unklarem Infektionsweg könnte auch sexueller Missbrauch vorliegen.