Die Influenza Therapie sollte grundsätzlich nur nach Rücksprache mit einem Arzt stattfinden, da nur dieser eine gesicherte Diagnose stellen kann. Insbesondere bei einer Grippe ist dies wichtig, da sie leicht mit dem harmloseren grippalen Infekt verwechselt werden kann. Außerdem können bei Einnahme falscher, selbst verordneter Medikamente unnötige Komplikationen auftreten. So sollten Kinder bei einer Grippe zum Beispiel kein Aspirin oder andere ASS-haltige Medikamente einnehmen.
Zur Linderung der Beschwerden können bei der Influenza Therapie zunächst die Symptome gelindert werden. Hierbei erfragt der Arzt meist, welche Beschwerden dem Patienten besonders unangenehm sind und verschreibt bei Bedarf etwas zur Behandlung dieser Symptome. So kann ein Nasenspray das Atmen erleichtern, Schmerzmittel lindern auftretende Kopf- und Gliederschmerzen. In der Regel verschreibt der Arzt auch ein fiebersenkendes Mittel.
Durch die Schwächung des Immunsystems und des Körpers, insbesondere der Atemwege, können bei einer Grippe auch zusätzliche bakterielle Erkrankungen, wie zum Beispiel Bronchitis, auftreten. In diesem Fall verschreibt der Arzt zusätzlich ein Antibiotikum, das diese Erkrankungen bekämpft, jedoch nicht gegen die Grippeviren an sich wirkt. Daher werden zur Influenza Therapie spezielle antivirale Mittel eingesetzt. Diese werden in zwei Gruppen eingeteilt, die M2-Membranproteinhemmer und die Neuraminidase-Hemmer.
Zweitere sind besser verträglich und werden daher bevorzugt eingesetzt und verhindern ebenso wie M2-Membranproteinhemmer die weitere Verbreitung der Viren im Körper. Beide Varianten der antiviralen Influenza Therapie können jedoch nur die Vermehrung der Viren verhindern. Die bereits im Körper befindlichen Krankheitserreger werden nicht abgetötet. Daher ist eine Einnahme dieser Medikamente nur sinnvoll, wenn mit der Einnahme innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome begonnen wird. Ist diese Zeitspanne bereits überschritten, kann eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf höchstens im minimalen Bereich erzielt werden und ist daher nicht empfehlenswert. Die Influenza Therapie kann durch die Aufnahme von möglichst viel Flüssigkeit sowie Ruhe und gleichmäßige Bettwärme unterstützt werden.