Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung die zu den Hämorrhagischen Fiebern gezählt wird. Das Virus tritt im Südosten Europas, in Asien und in Afrika auf und wird durch Zecken übertragen, die vorher mit dem Blut eines infizierten Tieres in Kontakt kamen. Auch der direkte Kontakt vom Mensch zum Blut des erkrankten Tieres kann das Krim-Kongo-Fieber auslösen. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist möglich, übertragen wird das Krim-Kongo-Fieber durch Fäkalien und Körperflüssigkeiten.
Der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch des Krim-Kongo-Fiebers liegt bei rund 10 Tagen, die ersten Symptome sind sehr unspezifisch und werden oftmals zunächst als Virusgrippe abgetan. Im Verlauf des Krim-Kongo-Fiebers können innere und äußere Blutungen auftreten, je nach Ausmaß der Erkrankung enden etwa 50 Prozent aller Fälle tödlich. Klassisch für jede Art von hämorrhagischem Fieber ist die stark erhöhte Körpertemperatur, die innerhalb von wenigen Stunden auftritt und für das starke Krankheits- und Schwächegefühl sorgt.
Die Behandlung des Krim-Kongo-Fiebers erfolgt abhängig von den Symptomen, das Fieber muss in erster Linie gesenkt werden und der Patient benötigt viel Ruhe. Je nach Ausmaß der Erkrankung sterben zwischen 10 und 50 Prozent aller Betroffenen am Krim-Kongo-Fieber.
Die Diagnose des Krim-Kongo-Fiebers wird mittels einer Blutanalyse gestellt. Zunächst wird das Blut auf vorhandene Antikörper untersucht und im Anschluss soll eine Überprüfung der Blutgerinnung die Diagnose sicher stellen. Das Krim-Kongo-Fieber Virus hemmt die Blutgerinnung bei den Betroffenen, daher setzen etwa drei Tage nach dem Ausbruch Blutungen des Zahnfleischs und der Nase ein.
In Deutschland ist die Infektion mit dem Krim-Kongo-Fieber nur möglich, wenn die Krankheit von einem Urlauber beispielsweise ins Land mitgebracht wird. Tritt das Krim-Kongo-Fieber in Deutschland auf oder besteht ein solcher Verdacht, muss das örtliche Gesundheitsamt darüber informiert werden. Eine wirksame Impfung gegen das Krim-Kongo-Fieber gibt es derzeit nicht, die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung ist die Vermeidung von Zeckenbissen, beispielsweise durch lange Arm- und Beinbekleidung auf Urlaubsreisen in entsprechende Regionen.