Lassa-Virus - Lassa-Fieber

Das Lassa-Virus gehört zu den hämorrhagischen Fiebern und tritt fast ausschließlich in verschiedenen Teilen Afrikas auf. In Europa gibt es nur sehr selten Fälle von Lassa-Fieber, die Infektion erfolgt dann auf Urlaubsreisen in entsprechend, gefährdete Regionen Afrikas. Es gibt verschiedene Übertragungswege des Lassa-Virus, Hauptüberträger sind aber Kot und Urin von Ratten, die als Wirte gelten. Infizierte Ratten übertragen das Virus beispielsweise auf die Nahrungsmittel der Menschen und so kommt es zur Ansteckung mit dem Lassa-Fieber. Auch der Kontakt mit einer kranken Person kann zur Infektion führen, da in Blut und Körperflüssigkeiten das Virus enthalten ist.

Symptome

Die ersten Anzeichen des Lassa-Fiebers ähneln einer normalen Virusgrippe, es kommt zu Kopfschmerzen, Fieber und einem allgemeinen Schwächegefühl. Im Verlauf der Erkrankung entstehen innere Blutungen an Organen und äußere Blutungen auf der Haut, was zu einem großen Blutverlust mit daraus resultierendem Schock führen kann. Viele Patienten leiden zusätzlich unter Magen-Darm-Beschwerden, häufiger Durchfall, Erbrechen und hohes Fieber könnten bereits ein Anzeichen für die Infektion mit dem Lassa-Virus sein. Der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch des Lassa-Fiebers liegt bei durchschnittlich 14 Tagen.

Diagnose

Die Diagnose wird anhand eines Bluttests gestellt, im Falle einer Infektion werden Antikörper gebildet, die dann im Labor nachweisbar sind. Wegen der großen Gefahr von Epidemien die vom infizierten Blut ausgeht, gibt es weltweit nur sehr wenige Hochsicherheitslabore die diese Art von Blutuntersuchung durchführen. Wird das Lassa-Virus in Deutschland festgestellt, ist die sofortige Meldung an das Gesundheitsamt erforderlich. Der betroffene Patient wird unter Quarantäne gestellt und nur unter strengsten Schutzvorkehrungen behandelt.

Krankheitsverlauf

Die Diagnose Lassa-Virus bedeutet nicht zwangsläufig Lebensgefahr, sehr viele Patienten erkranken nur an einer leichten Form dieses hämorrhagischen Fiebers und sind innerhalb von einem Monat bereits wieder gesund. Bei schweren Fällen kann es zur Schädigung der Organe kommen, was bei etwa fünf Prozent aller Patienten dann zum Tod führt. Eine Behandlungsmethode gegen das Lassa-Virus gibt es nicht, lediglich die Symptome können gelindert werden. Gegen das Fieber werden entsprechende Medikamente gegeben und zudem erhalten Betroffene Bluttransfusionen, um einem lebensgefährlichen Schockzustand durch den Blutverlust vorzubeugen.

 

Viren Ratgeber - Lassa-Virus - Lassa-Fieber
Impressum & Kontakt | Sitemap