Mumps

Was ist Mumps? Mumps wird im Fachjargon Parotitis epidemica oder Salivitis epidemica genannt, der Volksmund sagt Ziegenpeter oder Tölpel dazu. Dabei handelt es sich um eine ansteckende Virusinfektion, die meistens im Kinderalter auftritt. Je älter die Erkrankten sind, desto schwerer ist in der Regel der Verlauf. Wer einmal daran erkrankt war, ist zumeist danach immun und erkrankt nicht noch einmal an Mumps. Mumps ist höchstens bis zum neuenten Tag nach Auftreten der Erkrankung ansteckend, bei einer Inkubationszeit von zwölf bis 25 Tage.

Was ist der Auslöser vom Mumps?

Ausgelöst wird die Krankheit durch das Mumpsvirus, das wiederum per Tröpfcheninfektion verbreitet wird, also durch direkten Kontakt, wie z. B. niesen oder husten, gelegentlich durch mit Speichel benetzte Gegenstände.

Welche Symptome zeigen sich bei Mumps?

Nicht alle Patienten haben dieselben Symptome, bis zu 40 % der Erkrankten weisen gar keine Symptome auf. Am häufigsten sind Fieber und eine entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die ein- oder doppelseitig (letzteres ist häufiger) sein kann und Schmerzen beim Kauen und weitem Öffnen des Mundes verursacht. Außerdem sind abstehende Ohrläppchen typisch und auch andere Speicheldrüsen bis hin zur Bauchspeicheldrüse betroffen.

Welche Komplikationen können bei Mumps auftreten?

Am häufigsten sind Meningitis, also Hirnhautentzündung. Anzeichen hierfür sind Kopf- und Nackenschmerzen, Lichtscheuheit und Nackensteifigkeit. Eine weitere Komplikation kann die Enzephalitis oder Hirnentzündung sein, die sich durch Benommenheit, Erbrechen, Schwindel und neurologische Ausfälle wie z. B. Lähmungen äußerst. Weitere Komplikationen sind Hodenentzündungen bei den Jungen (es ist möglich, dass als Spätschaden Zeugungsunfähigkeit auftritt) und Schmerzen bzw. Entzündungen im Eierstockbereich bei den Mädchen. Ferner können Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, der Schilddrüse, des Herzmuskels, der Nieren und der Regenbogenhaut auftreten. Extrem selten ist eine Innenohrschwerhörigkeit.

Wie lässt sich Mumps behandeln?

Gegen die Symptome können z. B. fiebersenkende Medikamente gegeben oder Maßnahmen ergriffen werden (z. B. Kühlen des geschwollenen, schmerzenden Halses).