Das Norovirus gehört zur Virenfamilie der sogenannten Calicivirdae und löst eine schwere Magen-Darm-Infektion beim Betroffenen aus. Das Virus ist weltweit verbreitet, ausschließlich Menschen erkranken daran, befallene Tiere sind bislang nicht bekannt. Die Infektion mit dem Norovirus erfolgt schnell, die Übertragung findet durch Stuhlpartikel oder Erbrochenes statt. Meist kommt es zu einer raschen Ausbreitung des Norovirus, insbesondere die Infektion in Gemeinschaftseinrichtungen auftritt. In Altenheimen ist die Verbreitung des Norovirus befürchtet, denn für ältere Menschen sind die schweren Durchfälle und der damit verbundene Flüssigkeitsverlust gefährlich.
Die Beschwerden bei einer Infektion mit dem Norovirus treten plötzlich auf und ziehen sich über 72 Stunden lang. Das Hauptsymptom ist der schwere Durchfall, dieser wird ausgelöst wenn das Virus in die Darmwand eindringt und die nützlichen Zellen zerstört. Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage die Flüssigkeit auf der Nahrung zu filtern und es kommt zu einem Einfluss von Wasser in den Darm, was den Durchfall auslöst. Neben dem flüssigen Stuhlgang ist Erbrechen das zweite Hauptsymptom des Norovirus, für die Betroffenen ist die Kombination der Symptome oftmals eine große Belastung und es stellt sich recht schnell ein allgemeines Krankheits- und Schwächegefühl ein.
Nach etwa 72 Stunden ist der größte Teil der Infektion überstanden, der Durchfall geht zurück und das Allgemeinbefinden bessert sich. Die schnelle Besserung sagt jedoch nichts über die Aktivität des Norovirus aus, die Viren sind noch etwa 14 Tage im Körper vorhanden und können auf andere Menschen übertragen werden. In den meisten Fällen heilt das Norovirus unkompliziert wieder ab und es entstehen keine Folgeschäden. Gefährdet sind jedoch alte Menschen und Kinder, da der Durchfall mit einem hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust verbunden ist, der unbedingt ausgeglichen werden muss.
Die Behandlung des Norovirus erfolgt symptomatisch, allerdings dürfen keine Medikamente eingenommen werden, die für eine verlangsamte Darmtätigkeit sorgen. Das im Darm vorhandene Norovirus wird über den Stuhlgang teilweise ausgeschieden, daher wäre eine Unterdrückung in diesem Fall nicht geeignet. Der wichtigste Aspekt der Behandlung ist die Zufuhr von Elektrolyten und Flüssigkeit, bei schweren Krankheitsfällen muss die Behandlung sogar im Krankenhaus erfolgen. Das Norovirus tritt gehäuft in den Wintermonaten auf, die Infektionsrate ist hoch, in Familien sind meist innerhalb weniger Tage alle Familienmitglieder betroffen.