Warzen (lateinisch Verrucae) entstehen durch Infektionen mit humanen Papillomviren. Eine Infektion beinhaltet also immer die Möglichkeit sich selbst oder andere anzustecken, neu oder wiederholt.
Um Warzen vorzubeugen sollte man deshalb einige Grundlagen beachten. Zunächst auf keinen Fall eigenmächtig an den Warzen herumexperimentieren. Das könnte dazuführen, dass die Viren auch auf andere Stellen des Körpers übertragen werden und das kann zu einer vermehrten Warzenbildung führen.
Da eine Infektion durch ein geschwächtes Immunsystem größere Chancen hat, sich auszubreiten, sollte das Immunsystem unterstützt werden.
Mit pflanzlichen Heilmitteln wie zum Beispiel Echinacea, Vitamin C oder auch Wasserdost kann das Immunsystem (sofern keine Allergie gegen diese Produkte besteht) auf sanfte Art gestärkt werden. Weiterhin kann man sein Immunsystem durch Sport und Wechselduschen (warm-kalt-warm) anregen. Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuß sind Feinde des Immunsystems, nach Möglichkeit damit aufhören.
Die Pflege der Haut ist ebensowichtig. Nasse Haut ist weich und verletzungsanfälliger. Deshalb nicht nur nach dem Duschen gut abtrocknen, sondern nach dem Händewaschen. Wegen des Infektionsrisiko sollte man grundsätzlich nur seine eigenen Sachen benutzen. Handtüchter und Kosmetikprodukte (auch Deo) sollten nicht von anderen mitbenutzt werden. Wer noch eine Spur mehr tun will, kann zudem noch ein flüssiges Desinfektionsmittel beim Wäschewaschen mitbenutzen. Im Nassbereich (Schwimmbad, Sauna, öffentliche Nasszellen) grundsätzlich Badeschuhe tragen. Die Ansteckungsgefahr für einen selbst, aber auch für Andere wird darurch verkleinert.
Da es nicht nur Warzen gibt, die (vorwiegend) auf Händen und Füßen sichtbar sind, sondern Warzen im Genitalbereich, ist ein Kondom beim Geschlechtsverkehr nicht nur ein Schutz vor Aids und anderen Geschlechtskrankheiten, sondern auch vor Warzen. Mittlerweile ist bekannt, dass ca. 60% aller Menschen einen Untertyp von humanen Papillomviren in sich tragen. Somit ist die Notwendigkeit, sich zu schützen deutlich sichtbar. Forschungen haben gezeigt, dass der Virus, der Genitalwarzen verursacht, mit an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt ist. Man kann Mädchen zwischen dem 12 und 17 Lebensjahr dagegen impfen lassen.