Windpocken Definition

Übertragung und Krankheitsverlauf

Windpocken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Es handelt sich um eine ansteckende Viruserkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus augelöst wird. Windpocken treten gehäuft bei Kindern im Vorschul- oder Kindergartenalter auf. Bei der Mehrzahl der an Windpocken Erkrankten besteht nach überstandener Krankheit eine lebenslange Immunität. Windpocken beginnen meist mit Fieber, zu dem sich dann bald ein juckender Hautausschlag gesellt. Dieser tritt charakteristischerweise erst am Rumpf, im Gesicht und am behaarten Kopf auf.

Später werden auch die Gliedmaßen von diesen meist linsengroßen Flecken befallen, die manchmal jucken und in deren Zentrum sich dann oft innerhalb weniger Stunden wasserklare Bläschen in Reiskorngröße bilden. In seltenen Fällen sind von diesen Erosionen auch die Mundschleimhaut oder die Haut der Genitalien und des Afters betroffen. Später platzen diese Bläschen auf. Es bildet sich eine hellbraune Kruste. Die Krankheit verläuft meist gutartig innerhalb weniger Tage und die Krusten fallen ohne Bildung von Narben ab. Wenn es keine Komplikationen gibt, werden vom Arzt oft nur fiebersenkende Medikamente empfohlen oder solche, die den Juckreiz lindern. Bei Erwachsenen verläuft diese Krankheit oft schwerer. Es bilden sich mehr Pocken, auch das Fieber ist vielfach höher, und es besteht die Gefahr einer Hirnhautentzündung.

Mögliche Folgeerscheinungen einer Windpockenerkrankung

Bei etwa 20 Prozent der Menschen, die als Kind Windpocken hatten, tritt später als Zweiterkrankung eine Gürtelrose auf. Infolge von im Körper verbliebenen Variezella-Zoster-Viren, die dann zum Beispiel durch Immunschwäche oder Stress reaktiviert werden und dann die Gürtelrose verursachen. Da es auch im Kindesalter bei Windpocken zu Komplikationen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung kommen kann, erhalten Kinder meist vorbeugend eine Mehrfachimpfung, die auch vor Masern und Mumps schützt.

Diese Impfung wird von Kinderärzten empfohlen und im Alter von 11-14 Monaten durchgeführt. Personen, die noch nicht an Windpocken erkrankt sind, sollten zwischen dem 9. und dem 17. Lebensjahr geimpft werden. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich ebenfalls gegen Röteln impfen lassen, da sich Röteln während der Schwangerschaft auf das Ungeborene übertragen und zu Behinderungen führen können, auch erhöht eine Rötelerkrankung dann das Risisko einer Fehlgeburt.

 

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