Windpocken Ursachen

Entstehung der Krankheit

"Windpocken" ist eine Krankheit, die durch Viren entsteht. Diese kommen aus der Gruppe der Herpesviren und nennen sich Varizella-Zoster-Viren. Windpocken sind sehr ansteckend. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch eine Tröpfcheninfektion, also beispielsweise durch Husten oder Niesen. Dabei können durchaus einige Meter zwischen der ansteckenden Person und der sich ansteckenden Person liegen. Gerade bei kleinen Kindern ist dadurch eine Ansteckung im Kindergarten oder der Schule sehr häufig der Fall. Aber auch das Berühren der Flüssigkeit der typischen Bläschen dieser Krankheit kann zur Ansteckung führen. Dies wird dann als Schmierinfektion bezeichnet. Die Viren sind jedoch nur ca. 10 Minuten infektiös.

Übertragungswege der Krankheit

Nach dieser Zeit ist eine Ansteckung weitgehend auszuschließen. Wenn also beispielsweise ein Kind mit Windpocken zum Kinderarzt kommt, ist 10 Minuten nach Verlassen der Praxis keine Ansteckungsgefahr mehr für die anderen Patienten zu befürchten. Aber auch eine Ansteckung durch Spielzeug ist nahezu auszuschließen. Das ist auch der Grund dafür, dass eine Übertragung durch Dritte von Windpocken nicht möglich ist. Die Inkubationszeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit liegt bei zwei bis drei Wochen. Erst wenn alle Bläschen auf dem Körper von Krusten überzogen sind, ist der Patient nicht mehr ansteckend.

Eine Person, die sich angesteckt hat, ist oft schon ein bis zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit, also der Bläschen, ansteckend. Dies kann insofern schlimme Folgen haben, da die Person nicht weiß, dass sie an Windpocken erkrankt ist und unwissentlich andere Personen anstecken kann. Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, ist sein Leben lang immun. Es ist jedoch möglich, dass der Virus ein Leben lang im Körper verweilt. Bei immunschwachen Menschen kann dies im Alter dann dazu führen, dass der Virus sich in Form der so genannten Gürtelrose wieder ausbreitet.