Es gibt nur eine wirklich sichere Möglichkeit, um sich vor Windpocken zu schützen, das ist die Impfung. Diese Impfung wird bei Babys im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Auch eine spätere Impfung ist möglich. Sie macht aber nur dann einen Sinn, wenn der Patient noch nicht an Windpocken erkrankt ist. Denn Windpocken können nur einmal im Leben auftreten. Danach ist man ein Leben lang immun. Da der Virus von Windpocken jedoch ein Leben im Körper verweilen kann, ist es möglich, dass sich der Virus bei immunschwachen Menschen in Form der so genannten Gürtelrose wieder ausbreitet.
Ansonsten ist es nur bedingt möglich, dieser Krankheit vorzubeugen. Denn Windpocken werden vor allem durch die Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen oder durch Schmierinfektion, die durch Kontakt mit der Flüssigkeit der Bläschen verursacht wird, übertragen. Dabei können durchaus einige Meter zwischen den beiden Personen liegen. Wer Windpocken vorbeugen möchte, sollte daher den Kontakt mit erkrankten Personen grundsätzlich meiden.
Weil infizierte Personen bereits ein bis zwei Tage vor Ausbruch der Krankheit ansteckend sind, ist eine Ansteckung von diesem Personenkreis aus nicht absehbar. Erst nachdem die ersten Bläschen aufgetreten sind, kann man die Windpocken erkennen. Hier ist ein Vorbeugen nahezu auszuschließen. Erst nachdem sich wirklich auf allen Bläschen eine Kruste gebildet hat, ist der Erkrankte nicht mehr ansteckend. Danach ist ein Kontakt mit ihm absolut unbedenklich.
Personen, bei denen durch die Erkrankung mit Windpocken ernsthafte Komplikationen zu erwarten sind, können nachträglich eine Schutzimpfung erhalten. Dies kann beispielsweise bei Personen der Fall sein, deren Köper durch eine Abwehrschwäche, wie beispielsweise Leukämie, bereits geschwächt ist. Windpocken könnten hier schlimme Folgen haben. Diese Schutzimpfung sollte innerhalb von 4 Tagen erfolgen und kann den Krankheitsverlauf mildern oder sogar ganz verhindern.